|
09 Sicherheit und Sauberkeit der Stadt |
|
|
|
Bilanz:Seit dem Herbst 2005 hat sich die Sicherheitslage in der Mettmanner Innenstadt spürbar verschlechtert. Eine Häufung von Straftaten, insbesondere mit Körperverletzungen und Raubdelikten, haben die Themen Ordnung und Sicherheit verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung gerückt. Insbesondere bei größeren Veranstaltungen wie dem Heimatfest oder dem Blotschenmarkt kam es immer wieder zu Zwischenfällen. Der gezielte Einsatz von Polizeikräften im Frühjahr 2006 (SoKo „Krass“) sorgte nur vorübergehend für eine Entspannung der Situation. In Mettmann sind „Angsträume“ entstanden, welche von Teilen der Bevölkerung bewusst gemieden werden. Viele Bürgerinnen und Bürger empfinden zudem die mangelnde Sauberkeit in unserer Stadt als ein großes Ärgernis.
Perspektiven:Bei den angesprochenen Problemen und der berechtigten öffentlichen Kritik daran darf allerdings nicht vergessen werden, dass wir immer noch in einer vergleichsweise sicheren Umgebung leben. Hier sollen weder Vorurteile geschürt noch soll Panik verbreitet werden, sondern es gilt, unseren Status als lebenswerte Stadt zu erhalten und auszubauen. Dazu bedarf es dringend umfassender Konzepte, da die Vermittlung von öffentlicher Sicherheit und Ordnung sowie Sauberkeit der Stadt auch ein nicht zu unterschätzendes Standortpotential darstellt. Eine deutlichere Präsenz von Polizei und Ordnungsamt ist insbesondere an den einschlägigen Gefährdungsbereichen in der Innenstadt unerlässlich. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, der Polizei und den Gastronomen in der Innenstadt muss mit diesem Ziel intensiviert werden. Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sollten eine gemeinschaftliche Aufgabe in unserer Stadt sein, denn nur das Engagement aller Bürgerinnen und Bürger kann Vandalismus, Kriminalität und Vermüllung in Mettmann verhindern helfen. Der von der Stadtverwaltung eingerichtete Arbeitskreis „Sicherheit und Ordnung“ muss daher fortgeführt und nun um alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen erweitert werden. Um „Angsträume“ konsequent abzubauen, bedarf es zunächst ihrer gezielten Erfassung und Dokumentation, bevor konkrete Maßnahmen ergriffen werden; die Verbesserung der Straßenbeleuchtungen ist dabei unverzichtbar. Auch über örtlich begrenzte Videoüberwachung von besonderen Problembereichen sollte nachgedacht werden. Damit ist jedoch auf keinen Fall eine flächendeckende Videoüberwachung gemeint. Die beste Sicherheitspolitik ist eine Politik, welche Kriminalität von Anfang an verhindert, reagieren allein genügt nicht. Daher ist die zielgruppenorientierte Präventionsarbeit unverzichtbar. Letztendlich hat auch der „Pflegezustand“ Mettmanns seine eigene Wirkung: Ein hoher Grad an Sauberkeit und Ordnung, an Sanierung und Modernisierung und die damit einhergehende Sorgfalt im Umgang mit unserer Stadt fördern die Bereitschaft zur Achtsamkeit und tragen damit zur Verhinderung von Gewalt bei.
|